Preisverleihung Circular Design 2026
Die Veranstaltung Nachwuchspreis Circular Design 2026 des Kunstgewerbevereins Frankfurt stellt junge Nachwuchstalente in den Fokus. Lennard Ludwig von der HfG Offenbach holte sich mit einer zirkulären Tiefenbewässerung für neu gepflanzte Stadtbäume den ersten Platz.
Wie können wir Produkte, Materialien und Prozesse so gestalten, dass sie nicht im Müll landen? Um diese Frage ging es beim Nachwuchspreis Circular Design 2026, der zum zweiten Mal stattfand. Studenten hessischer Hochschulen waren aufgerufen, sich an der Ausschreibung, initiiert vom KGV zu beteiligten. Zielsetzung der Arbeiten sollte es sein, Prozesse so zu gestalten, dass sie sich nachhaltig auf den natürlichen Kreislauf auswirken. Circular Design bewährt sich als ideale Plattform für junge Nachwuchstalente, die mutige Ideen präsentieren und somit die Zukunft neu denken.
So traf sich am 13. Juni ein bunter und kompetenter Mix aus Studierenden, kreativen Vordenkern, Start up-Gründern und Designexperten, um die Gewinner zu feiern und an der festlichen Verleihung dabei zu sein. Die Räume der historischen Villa Metzler sowie die Rotunde des Museum Angewandte Kunst lieferten den passenden Rahmen. Die Rotunde, wo 13 Arbeiten präsentiert wurden, entpuppte sich als perfekte Eventfläche für die rund 60 Gäste um zu Netzwerken und sich inspirieren zu lassen. Hochkarätige Gäste gestalteten das Programm, darunter Carolina Romahn, CEO der World Design Capital RheinMain 2026. WDC prägt aktuell ein ereignisreiches, künstlerisches Jahr in Frankfurt. Viel Lob ging auch an die Sponsoren, wie beispielsweise die Frankfurter Versorgungsbetriebe, mit deren Kooperation spannende Impulse entstanden sind. Als
führendes Entsorgungsunternehmen der Region betreibt die FES das Zero Waste Lab, was sich als kreativer Think Tank für die Stadt und die Region versteht.
Gewinner der Ausschreibung war Lennard Ludwig HfG Offenbach, dessen Präsentation „Ephemera:rbol“ mit 3.000 Euro dotiert wurde. Hinter dem Namen verbirgt sich eine gezielte zirkuläre Tiefenbewässerung, die dafür sorgt, dass junge Bäume in der Stadtbepflanzung durch eine besondere Pflanzhilfe unterstützt werden und somit überleben. Immer noch geht ein Drittel aller Neueinpflanzungen ein.
Eine Anerkennung erhielten Franziska Brunn und Anneruth Westhoff, die für ihre innovative Sitzhilfe „1,7 FT“ mit 500 Euro belohnt wurden. Die Sitzhilfe passt sich körperlichen
Bedürfnissen an und punktet zugleich mit funktioneller Klarheit in der Ästhetik. Mit diesem „inklusiven Sitzobjekt für den halböffentlichen Raum“ haben die beiden Designerinnen die siebenköpfige Jury aus Kunst, Industrie und Medien überzeugt. „Dieser Preis ist kein Endpunkt, sondern ein Startschuss“, fasst Kuratorin Annette Lang die Ergebnisse zusammen. „Mit dem heutigen Tag richten wir den Blick nach vorne: wir möchten die gezeigten Ideen in die Welt tragen, Netzwerke knüpfen und den Diskurs über nachhaltiges Design weiter anheizen.“
Vielleicht gibt es beim nächsten Mal auch Bewerber für den Entrepreneurship Preis, der mit zusätzlichen 1.500 Euro und einem Mentoring Programm im Wert von 20.000 Euro ausgelobt war. Mit diesem großartigen Wissenstransfer sollte sich die Theorie mit der Praxis verbinden. Im Mentoringprogramm treffen die Gewinner auf erfahrene Unternehmen-innen, Investoren und Branchenexperten. Mit der Möglichkeit für Austausch über Marketing, Vertrieb und Skalierung. Für Circular Design 2027/2028 sind daher alle Optionen noch offen.
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