Zukunftswerkstatt „Musik in Hessen 2035“
Breite Allianz diskutiert Perspektiven für ein zukunftsfähiges Musikleben
Rund 40 Vertreterinnen und Vertreter der hessischen Musiklandschaft sind am 20. Juni 2026 in Frankfurt der Einladung des Landesmusikrat Hessen e. V. zur Zukunftswerkstatt „Musik in Hessen 2035“ gefolgt.
Delegierte der Mitgliedsverbände sowie weitere Akteur*innen aus Praxis, Verbänden und Institutionen diskutierten gemeinsam über die zukünftige Rolle von Musik in einer sich verändernden Gesellschaft.
Den Auftakt bildete eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Begegnen – Zuhören – Teilhabe: Heute das Musikleben der Zukunft gestalten“ mit Marcus Kauer (Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen), Fabian Rieser (Dr. Hoch’s Konservatorium), Ursel Schlicht (Hessischer Jazzpreis 2025) und Anna-Lena Schreier (Hessische Chorjugend). Die Moderation des Tages übernahm Ute Welscher. Dabei wurden zentrale Herausforderungen von strukturellen Fragen über gesellschaftliche Erwartungen bis hin zu Entwicklungen im Zuge von Digitalisierung benannt.
Im Zentrum der anschließenden Werkstattphase stand die Frage, wie das Musikleben in Hessen auf aktuelle und zukünftige gesellschaftliche Herausforderungen reagieren kann. Ein zentrales Ergebnis: Musik wird als wesentlicher Beitrag für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Bildung und kulturelle Teilhabe verstanden.
In den Arbeitsgruppen wurde deutlich, dass die Weiterentwicklung des Musiklebens mehrere Ebenen gleichzeitig betrifft. Diskutiert wurden insbesondere Fragen des Zugangs und der Teilhabe, der Weiterentwicklung bestehender Strukturen und Netzwerke sowie der Stärkung von Engagement und Nachwuchs. Ebenso spielten Aspekte der Transformation – etwa im Hinblick auf Digitalisierung und neue Arbeitsweisen – eine wichtige Rolle.
Darüber hinaus wurde die Bedeutung von Musik als Raum für Begegnung und gemein-schaftliches Erleben hervorgehoben. Zugleich bestand Einigkeit darüber, dass für eine nachhaltige Entwicklung verlässliche Rahmenbedingungen, politische Unterstützung und eine stärkere Vernetzung innerhalb der Musiklandschaft erforderlich sind.
Auftakt für einen langfristigen Prozess
Die Zukunftswerkstatt versteht sich als Beginn eines längerfristigen strategischen Dialogs. Die erarbeiteten Impulse reichen von kurzfristigen Ansätzen bis hin zu grundlegenden strukturellen Fragestellungen.
„Diese Veranstaltung wie auch ihre Ergebnisse zeigen, wie groß die Bereitschaft ist, Verantwortung für die Zukunft des Musiklebens in Hessen zu übernehmen“, so Dorothee Graefe-Hessler, Präsidentin des Landesmusikrat Hessen. „Gleichzeitig wird deutlich, dass es verlässliche Rahmenbedingungen, politische Unterstützung und eine starke Vernetzung braucht, um dieses Potenzial zu entfalten.“
Der Landesmusikrat Hessen wird die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt nun auswerten und in konkrete nächste Schritte überführen. Ein weiterer Arbeitsschritt ist bis zur Mitgliederversammlung am 19. September 2026 geplant.
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