KI verändert die Auftragslage in der Illustration
Generative KI wirkt sich zunehmend auf die Arbeit von Illustratorinnen und Illustratoren aus. Das zeigt die Umfrage „AI and the Future of Illustration“ der britischen Association of Illustrators (AOI) mit 549 Befragten im Jahr 2026. 46 Prozent berichten, Aufträge verloren zu haben, weil Kunden stattdessen generative KI nutzten. In der Vorjahresbefragung waren es 32 Prozent.
Auch bestehende Aufträge verändern sich: 62 Prozent erhielten bereits KI-generierte Bilder in Briefings oder Moodboards, 36 Prozent sollten solche Bilder nachzeichnen oder überarbeiten. 31 Prozent berichten von Druck zu niedrigeren Honoraren, 27 Prozent von Erwartungen an eine schnellere Umsetzung.
Besonders häufig melden Befragte Auftragsverluste, die sich innerhalb der Branche als unterrepräsentiert oder marginalisiert einordnen: Bei ihnen liegt der Anteil bei 60 Prozent, gegenüber 36 Prozent bei den übrigen Befragten.
Beim Schutz ihrer Werke beziehen die Befragten deutlich Position: 98 Prozent sprechen sich dafür aus, dass KI-Unternehmen vor der Nutzung urheberrechtlich geschützter Illustrationen für Trainingszwecke eine Erlaubnis einholen müssen. 99 Prozent befürworten eine Kennzeichnung KI-generierter Inhalte.
Die Befragungen 2025 und 2026 beruhen auf unterschiedlichen Stichproben; sie verfolgen nicht dieselben Personen über die Zeit.
Veröffentlicht:
