IFPI Global Music Report 2026: Weltweiter Musikmarkt wächst elftes Jahr in Folge
Die weltweite Musikindustrie setzt ihren Wachstumskurs fort. Laut dem von der IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) veröffentlichten Global Music Report 2026 stiegen die globalen Einnahmen aus Musikverkäufen im Jahr 2025 um 6,4 Prozent auf insgesamt 31,7 Milliarden US-Dollar. Wesentliche Treiber dieser Entwicklung sind die Nutzung kostenpflichtiger Streaming-Abonnements sowie eine anhaltend starke Nachfrage nach physischen Tonträgern.
Der Bericht des Weltverbands, dem auch der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) angehört, belegt das elfte Wachstumsjahr in Folge. Mit einem Plus von 8,8 Prozent steuerten bezahlte Streaming-Dienste über die Hälfte (52,4 %) zum Gesamtumsatz bei; weltweit nutzen nun 837 Millionen Menschen entsprechende Abonnements. Auch das physische Geschäft verzeichnete ein deutliches Plus von 8,0 Prozent, getragen von einem Zuwachs bei Vinyl-Verkäufen um 13,7 Prozent. In allen Weltregionen konnten Zuwächse realisiert werden.
Neben den wirtschaftlichen Kennzahlen rücken technologische Innovationen und die Integrität des Marktes in den Fokus. Die Branche gestaltet aktiv Lizenzierungsmodelle für generative Künstliche Intelligenz (KI), um ein Ökosystem zu schaffen, in dem KI und menschliche Kreativität gemeinsam wachsen können. Gleichzeitig warnt der Verband vor der zunehmenden Bedrohung durch Streaming-Manipulation. Künstlich generierte Abrufzahlen entziehen den Kreativen und Investoren wichtige Einnahmen.
Victoria Oakley, CEO der IFPI, betont die Bedeutung von Investitionen und dem Schutz von Urheberrechten: „Die Musikbranche stellt sich der Zukunft durch Partnerschaften mit KI-Entwicklern, welche die Rechte der Urheber respektieren. Wir fordern die Politik auf, das Urheberrecht als Fundament für diesen Fortschritt zu wahren.“ In Bezug auf Streaming-Betrug ergänzt sie: „Streaming-Betrug ist Diebstahl. Organisationen mit entsprechendem Einfluss – darunter Dienste und Vertriebe – müssen hier entschlossen handeln.“
Dr. Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des BVMI, sieht die Politik in der Pflicht: „Um die Dynamik zu erhalten, brauchen wir die Politik als verlässlichen Partner, der sicherstellt, dass zugunsten neuer Dienste weder das Urheberrecht noch die KI-Regelungen aufgeweicht werden.“ Er fordert zudem ein konsequentes Vorgehen aller Akteure entlang der Wertschöpfungskette gegen Streaming-Manipulationen, um den legalen Markt langfristig zu sichern.
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