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Deutscher Musikmarkt 2025: Handelsumsatz wächst auf 2,42 Milliarden Euro

Die Musikindustrie in Deutschland verzeichnet für das Jahr 2025 ein solides Umsatzplus. Mit einem Gesamtergebnis von 2,42 Milliarden Euro an Handelsumsätzen (Endverbraucherpreise inkl. MwSt.) steigerten sich die Einnahmen aus dem Verkauf von CDs, Vinyl-LPs, Downloads und Streaming-Diensten um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Haupttreiber der Entwicklung bleibt das Musik-Streaming, während sich das Verhältnis zwischen digitalen und physischen Formaten weiter zugunsten der digitalen Nutzung verschiebt.

Wie der Bundesverband Musikindustrie e. V. (BVMI) berichtet, dominiert das digitale Geschäft mit einem Marktanteil von mittlerweile 85,8 Prozent den deutschen Musikmarkt. Allein das Musik-Streaming legte um 4,1 Prozent zu und steuerte mit über 2 Milliarden Euro rund 84,4 Prozent zu den Gesamteinnahmen bei. Im Gegensatz dazu gab das physische Segment insgesamt um 5,9 Prozent nach und erwirtschaftete 345 Millionen Euro. Innerhalb dieses Bereichs zeigte sich jedoch erneut die Beständigkeit der Vinyl-Schallplatte, die ein Wachstum von 2,8 Prozent erzielte. Trotz eines Rückgangs um 11,3 Prozent bleibt die CD mit einem Anteil von 44,2 Prozent am physischen Markt das zweitstärkste Umsatzsegment nach dem Streaming.

Dr. Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), betont die Relevanz stabiler Rahmenbedingungen: „In einem wettbewerbsintensiven Umfeld erweist sich das Wachstum der Branche als solide. Angesichts der zunehmenden Durchdringung aller Segmente durch Künstliche Intelligenz liegt unser Fokus verstärkt auf dem Ausbau des digitalen Lizenzgeschäfts. Ein starkes Urheberrecht ist hierbei die unverzichtbare Basis und darf nicht verwässert werden.“

Die Branche steht laut Drücke vor der Herausforderung, die wirtschaftlichen Zusammenhänge und Partnerschaftsmodelle in einer Zeit zu erklären, in der der Wettbewerb um Aufmerksamkeit durch KI-generierte Inhalte weiter zunimmt. Ziel bleibe es, die Chancen des modernen Musikmarktes zu nutzen und die nachhaltigen Erfolge von Künstlerinnen und Künstlern in enger Partnerschaft mit den Labels zu sichern.

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Quelle: BVMI

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