Deutsche Games-Branche zeigt moderate Erholung
Die deutsche Games-Branche verzeichnet nach einer Phase der Stagnation wieder ein leichtes Wachstum bei der Anzahl der Unternehmen, während die Beschäftigtenzahlen im Zuge der globalen Marktkonsolidierung weiterhin leicht rückläufig sind. Dies gaben der game – Verband der deutschen Games-Branche und das Analysehaus Goldmedia heute auf Basis aktueller Daten von gamesmap.de bekannt.
Nachdem im Vorjahr erstmals seit längerer Zeit sowohl die Unternehmens- als auch die Beschäftigtenzahlen sanken, bietet die aktuelle Erhebung ein gemischtes Bild: Die Anzahl der Games-Unternehmen in Deutschland stieg in den vergangenen zwölf Monaten um 4 Prozent von 917 auf 956 Betriebe an. Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend bei den reinen Entwicklerstudios, deren Zahl um 6 Prozent auf 474 wuchs. Auch die Gruppe der kombinierten Entwickler und Publisher legte um 3 Prozent auf 427 Unternehmen zu.
Trotz dieser positiven Dynamik bei den Gründungen bleibt die Lage auf dem Arbeitsmarkt herausfordernd. Die Zahl der Beschäftigten bei Entwicklern und Publishern sank um 3 Prozent auf 12.235 Personen. Dennoch sichert die Branche insgesamt weiterhin über 30.000 Arbeitsplätze in Deutschland, wenn angrenzende Bereiche wie Bildung, Medien, Handel und der öffentliche Sektor eingerechnet werden.
„Die Lage bleibt herausfordernd, was sich insbesondere am zweiten Rückgang der Beschäftigtenzahlen in Folge zeigt“, erklärt Felix Falk, Geschäftsführer des game. „Mut macht jedoch die Trendumkehr bei den Unternehmenszahlen. Deutschland steht in der globalen Konsolidierungswelle auch dank gezielter Impulse wie dem Gründungsstipendium ‚Press Start‘ stabiler da als viele andere Standorte. Die angekündigte steuerliche Games-Förderung wird nun entscheidend sein, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken.“
Maßgeblich für das Wachstum der Unternehmenszahlen war unter anderem das Stipendien- und Ausbildungsprogramm der Bundesregierung, durch das allein 75 neue Studios gegründet wurden. Die zugrunde liegenden Daten wurden im Zuge eines umfassenden Relaunchs der Datenbank gamesmap.de erhoben, die mit rund 1.800 Einträgen das zentrale Verzeichnis der deutschen Akteure darstellt.
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