Buchgeschäft leidet unter Kaufzurückhaltung
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels berichtet in seiner Pressemitteilung, dass sich die anhaltende Kaufzurückhaltung im Jahr 2025 deutlich im Buchmarkt niederschlägt. Die schwierige wirtschaftliche Lage habe zu einem Umsatzrückgang in allen zentralen Vertriebswegen geführt.
Insgesamt sank der Umsatz im Buchhandel im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent, im Sortimentsbuchhandel lag das Minus bei 3,0 Prozent. Trotz dieses Rückgangs liegt der Umsatz im Dreijahresvergleich noch immer über dem Niveau von 2022.
Wie im gesamten Einzelhandel belaste das schwache Konsumklima die Branche stark. Hinzu kommen steigende Kosten und ein hoher bürokratischer Aufwand, die Handel, Verlage und Logistik zusätzlich unter Druck setzen. Der Vorsteher des Börsenvereins, Sebastian Guggolz, äußerte dennoch verhaltenen Optimismus. Trotz der angespannten Lage bleibe das Interesse am Buch groß, besonders junge Menschen zeigten weiterhin Begeisterung für das Lesen.
Inhaltlich verlief die Entwicklung in den einzelnen Warengruppen unterschiedlich. Während die Belletristik mit einem Umsatzplus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und 14,9 Prozent im Vergleich zu 2022 positiv herausstach, mussten andere Segmente Einbußen hinnehmen. Der Umsatz bei Kinder- und Jugendbüchern sank um 2,5 Prozent, bei Sachbüchern um 4,7 Prozent und bei Ratgebern um 7,0 Prozent. Insgesamt zeigt sich damit ein durchwachsenes Bild: Der Buchmarkt bleibt stabiler als andere Handelsbereiche, steht aber weiterhin unter dem Einfluss der allgemeinen wirtschaftlichen Zurückhaltung.
Veröffentlicht:
