4 Fragen an den Deutschen Designer Club (DDC)


Der Deutsche Designer Club (DDC) ist im deutschsprachigen Raum der führende Club für Gestalter aus allen Disziplinen. Wir haben dem Vorstand 4 Fragen gestellt.

• Welche Ziele verfolgt der DDC?

Der DDC wurde am 1. November 1989 von namhaften deutschen Designern gegründet. Zu diesem Anlass formulierte einer der Gründerväter, Tassilo von Grolmann, dass es ein Ziel des Vereins sein sollte, die ‚Darstellung des Designs und dessen innerer und äußerer Durchdringung der Gesellschaft näher zu bringen‘. Wir wollen gutes Design verbreiten und fördern. Wir erkennen den Wert herausragender Qualität an und unterstützen die Menschen, die Design schaffen oder beauftragen. Das ist unser Anspruch. Der Deutsche Designer Club ist die Stimme für alle Design-Disziplinen. Und mit unseren Plattformen fördern wir den interdisziplinären Austausch und die Vernetzung. Wir setzen uns mit aktuellen Trends auseinander und fördern junge Talente, um die Kreativbranche nachhaltig zu gestalten.

• Welche Pläne hat der DDC für das neue Jahr?

2020 ist das Jahr des dreißigsten Jubiläums des DDC. Neben den üblichen Veranstaltungen, Werkstattbesuchen und Events stehen für den DDC auch interne Maßnahmen an, denn den grundsätzlichen Herausforderungen für Gestalter und Kreative müssen sich auch Clubs, Verbände und Institutionen der Kultur- und Kreativwirtschaft stellen. Trendscouting, Professionalisierung, Klimaneutralität/Nachhaltigkeit, Gendercompliance und redaktionelle Informationsbereitstellung sind dabei die wichtigsten Schlagworte für die nächste Dekade des DDC.

• Was sind die aktuell wichtigesten Trends und Herausforderungen für Gestalter?

Der Gestalterberuf steht vor vielfachen Herausforderungen. Disruptive Effekte, die aus der Globalisierung und der Digitalisierung erwachsen, können klassische Geschäftsfelder der Kreativwirtschaft gefährden, bzw. sogar ganz verschwinden lassen, während neuere Entwicklungen andere Herangehensweisen und Handwerkszeug voraussetzen. Viele heutige Arbeits- und Produktionsabläufe brauchen keinen singulären Gestaltungsarbeitsabschnitt mehr. Zeitgemäße Kreative schlüpfen immer mehr in die Rolle der Innovations- taktgeber, die beratend weit vor dem eigenen Arbeitsbeitrag aktiv werden – und Projekten auch nach dem Ende der eigenen Tätigkeit bewertend zur Seite stehen. Im gleichen Maße, in dem die technische Qualität durch Allgemeinverfügbarkeit oder Algorithmen demokratisiert wird, werden Eigenschaften wie Haltung, Verantwortung, Trendsensibilität und Beraterqualität wichtig.

• Was zeichnet den Kreativstandort Hessen Eurer Meinung nach aus?

Der DDC ist – nicht nur seinem Namen nach – ein Club, der sich dem Anliegen der deutschprachigen Design- und Kreativbranche verpflichtet sieht. Wir vertreten Mitglieder aus ganz Deutschland, sowie aus der Schweiz und Österreich. Da der Club vor dreißig Jahren in Frankfurt gegründet wurde, fühlen wir uns der Metropolregion RheinMain und Hessen insgesamt sehr verbunden. Die Design- und Kreativszene in Rhein-Main zeichnet sich durch ein ausserordentliches Innovationspotential, einen hohen Grad an Vernetzung und hat ein starkes Fundament durch eine traditionsreiche Kultur- und Kreativwirtschaftsgeschichte. Das positive politische und gesellschaftliche Klima Neuerungen gegenüber, die Anerkennung eigenverantwortlicher Tätigkeiten, das bürgerliche Engagement bei Kunst und Kultur – und nicht zuletzt eine Vielzahl nationaler und internationaler Kunden und Auftraggeber, machen diesen Kreativstandort zu einem lohnenswerten Platz für Kreative und Kulturschaffende. Allerdings dürfen alle Beteiligten in ihren gemeinsamen Anstrengungen den Standort weiter nach vorne zu bringen nicht nachlassen. Innovative Initiativen, Förderung, Vernetzung und Kolloboration sind dafür die geeigneten Mittel.

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