Neuer Datenreport Kreativwirtschaft

Der neue Datenreport zur Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen zeigt: Umsätze und Beschäftigung in der hessischen Kreativwirtschaft wachsen auf konstant gutem Niveau, die Einbrüche aus der Zeit der Finanzkrise sind kompensiert, die Perspektiven in Hessen sind gut.

Mit dieser erfreulichen Gesamtentwicklung rückt auch die ökonomische und gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft zunehmend in den Fokus. „Besonders freut mich, dass die Wertschätzung kreativer Leistung – von Architektur über Computerspiele bis zur Werbung – mittlerweile hoch ist. Mit dem Image der Kreativwirtschaft blüht auch das Image des Kreativstandorts Hessen. Die Schwerpunktsetzung der letzten Jahre zeigt langsam aber sicher Wirkung“, so Wirtschaftsminister Al-Wazir. „Das Hessische Wirtschaftsministerium arbeitet daran, dass dies auch in Zukunft so bleibt: Wir bauen unser Angebot für die Kreativwirtschaft weiterhin im Dialog mit der Branche aus und wollen im kommenden Jahr erstmals auch die Computerspielbranche finanziell fördern – mit insgesamt 200.000 Euro insbesondere im Bereich der so genannten Serious Games. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist in der Kultur- und Kreativwirtschaft in den letzten Jahren gestiegen. 2016 waren rund 70.400 Personen sozialversicherungspflichtig in der Branche beschäftigt. Das sind 1,1 Prozent mehr als 2015 und 10,4 Prozent bzw. 6.600 Personen mehr als im Jahr 2010. Insgesamt bietet die Branche in Hessen mindestens 121.900 Menschen Beschäftigung. Zu den rund 70.400 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (2016) kommen knapp 11.900 freiberufliche Künstler und Publizisten, rund 20.300 Unternehmensinhaber sowie rund 19.300 ausschließlich geringfügig Beschäftigte.

„Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist für Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der hessischen Wirtschaft essenziell“, so Wirtschaftsminister Al-Wazir. „Sie besitzt nicht nur für sich selbst ein hohes Innovationspotenzial, sondern fungiert als wichtiger Katalysator für Innovationen in anderen Wirtschaftsbranchen. Ich freue mich, dass sich diese Erkenntnis zunehmend in allen Branchen durchsetzt. Niemand wird heute mehr bezweifeln, dass Design oder Werbung ebenso wie Architektur, Games oder Kunst in ganz erheblichem Maße zu Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen beitragen können.“

In Hessen zählen mehr als 20.300 Unternehmen zur Kultur- und Kreativwirtschaft, die in den Teilmärkten Software und Games, Werbung, Presse, Design, Architektur, Film, Buch, Musik, Theater und Tanz, Rundfunk und Kunst tätig sind. Die Unternehmen erwirtschafteten im Jahr 2015 einen Umsatz von rd. 12,2 Mrd. EURO. Gegenüber dem Vorjahr stieg sowohl die Zahl der Unternehmen um 300 (1,3%) als auch der Umsatz um 622 Mio. Euro (5,4%) an. Unter den elf Teilmärkten der Kultur- und Kreativwirtschaft legte die Software- und Games-Industrie am stärksten zu: Ihr Umsatz stieg im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 300 Mio. Euro auf 3,5 Mrd. Euro an. Sie ist damit der umsatzstärkste Teilmarkt der hessischen Kultur- und Kreativwirtschaft, gefolgt vom Werbemarkt mit 2,9 Mrd. Euro und Pressemarkt mit 2 Mrd. Euro. An vierter Stelle rangiert die Designwirtschaft mit einem Umsatz von 1,8 Mrd. Euro. Die meisten Mitarbeiter beschäftigt die Branche in Frankfurt am Main (rd. 26.400) und den kreisfreien Städten Darmstadt (rd. 7.900) und Wiesbaden (rd. 5.500). Unter den Landkreisen liegt der Main-Taunus-Kreis mit rd. 3.600 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten vor dem Hochtaunuskreis (rd. 2.800) und dem Kreis Offenbach (rd. 3.000). Der neue Datenreport „Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen/Creative Industries wurde im Auftrag des hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung von der HA Hessen Agentur GmbH erstellt.

Er ist ab sofort online verfügbar.

© 2016 Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung     Home  |  Kontakt  |  Datenschutz  |  Impressum