Hessischer Staatspreis für das Deutsche Kunsthandwerk übergeben

 

Der Hessische Staatspreis für das Deutsche Kunsthandwerk wurde 1951 als erster Staatspreis in Deutschland auf Anregung des damaligen Hessischen Ministerpräsidenten Georg August Zinn initiiert. Seither wird er traditionell im Rahmen der Frankfurter Konsumgütermesse Tendence vergeben. 2017 wurden zum 67. Mal herausragende handgefertigte Unikate mit dem Staatspreis ausgezeichnet. Der Preis ist mit insgesamt 8.500 Euro dotiert. Zusätzlich zu dem ersten und zweiten Preis, wurden dieses Jahr auch zum zweiten Mal Förderpreise für junge Talente verliehen. Die Gewinnerprodukte sind im Rahmen der Ausstellung „FORM 2017 – Form aus Handwerk und Industrie“ in der Halle 9.0 auf der Tendence-Messe zu besichtigen.

Die Mitglieder der vierköpfigen Jury sind in diesem Jahr Susanne Stöck, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der HA Hessen Agentur, der Kunstsammler Jens Tietz, die Galeristin Rosemarie Jäger sowie Britt Fröse von der Handwerkskammer Wiesbaden.

Dr. Bernadette Weyland, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium der Finanzen, betonte: „Gute Gestaltung hat in Hessen schon immer Tradition – genauso wie das Handwerk. Die Landesregierung legt deshalb besonderen Wert auf die Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft. Mit dem Hessischen Staatspreis für das Deutsche Kunsthandwerk zeichnen wir besonders schöpferische Gestaltungen im Handwerk aus.“ 

1. Preis: Hubert Steffe

Der Holzgestalter und gelernter Tischler Hubert Steffe aus Bremen erhielt den ersten Preis. Seine Schneidbretter aus robustem Hirnholz sind zugleich sinnliches Objekt als auch funktionales Arbeitsgerät für den Alltag. Im Gegensatz zu herkömmlichen Schneidebrettern behalten sie auch nach langer Nutzung ihre Schönheit. 

2. Preis: Manfred Braun

Der zweite Preis ging an Manfred Braun für seine edlen und zeitlosen Leuchtobjekte. Der gelernte Töpfer aus Dannenfels gestaltet seine Arbeiten aus Tonplatten, die durch unzählige feine Bohrungen zum Leuchten gebracht werden. Die Jury lobte die „angenehme, meditative Wirkung dieses Lichtes. Die Leuchte kann als reines Objekt für sich stehen und vermittelt trotz der Schwere des Materials eine filigrane Leichtigkeit.“

Förderpreis: Mareike Beer

Mit einem der beiden Förderpreise ehrt die Jury Mareike Beer und ihre von der Natur inspirierten Schmuckstücke. Die Arbeiten der Metallgestalterin und Schmuckdesignerin aus Bissendorf/Osnabrück überzeugten die Jury „durch ihr elegantes, pures Design und die zurückgenommene Farbgestaltung. In ihren Schmuckstücken fängt sie die Symbolik der Kräuter und der heimischen Pflanzenwelt ein. Auf diese künstlerische Art zeigt sie die Schönheit der Natur und deren Formenreichtum im ständigen Wandel von Leben und Vergehen.“

Förderpreis: Saerom Kong

Saerom Kong aus Seoul/Südkorea erhielt für ihre Schmuckstücke aus natürlichen Materialien ebenfalls den Förderpreis. Die Jury formuliert ihre Begründung so: „Ein profanes Alltagsprodukt – Reis – wird in den Arbeiten von Saerom Kong in wertige Schmuckstücke transformiert. Es ist ein junges, freches Design, mit einem Materialmix aus Koralle, Reis, Holz und Silber. Sie spielt mit dem Material – mal zurückhaltend, mal mutig und setzt Farben stilbildend ein.“ 

Weitere Informationen und Impressionen der Preisverleihung gibt es hier.

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