Hessen stärkt den Neustart von Kunst und Kultur

3. Phase: Antrag auf Stipendien ab dem 13. August 2020 möglich

Die dritte und letzte Phase des hessischen Unterstützungspakets „Hessen kulturell neu eröffnen“ geht in die zweite Runde:

Vom 13. bis zum 30. August 2020 können Einzelkünstlerinnen und -künstler sowie freie Gruppen, Kulturvereine und -unternehmen Projektstipendien beantragen, mit denen sie den Übergang hin zur Entwicklung neuer Formate meistern. .

Insgesamt stehen Mittel für 1.000 Einzelkünstler*innen in Höhe von bis zu 5.000 Euro und 250 für freie Gruppen, Kulturvereine und -unternehmen in Höhe von bis zu 18.000 Euro bereit.

Die Projektstipendien sollen dabei helfen, künstlerische Projekte zu realisieren, die in der Zeit der Corona-Pandemie entstanden sind und inhaltlich oder formal neue Wege gehen. Dabei sind auch Künstler*innen angesprochen, die in der zweiten Phase unseres Kulturpaketes bereits ein Arbeitsstipendium erhalten haben und nun ihre Konzepte umsetzen.

Alle Kulturschaffenden mit Wohnsitz in Hessen seit dem Lockdown durch die Corona-Pandemie können die Projektstipendien beantragen.

Das Programm richtet sich bspw. an bildende oder darstellende Künstler*innen, Musiker*innen, Autor*innen, Filmemacher*innen aber auch zum Beispiel an Menschen, die Kultur vermitteln.

Projekte können etwa Konzepte für die Präsentation und Vermittlung von künstlerischen Darbietungsformen sein, digitale oder hybride Präsentationsformen, Performances, Filme oder Publikationen.

Eine Fachjury beurteilt die Einreichungen. Hessische Kulturinstitutionen können Drittmittel einwerben und damit Künstler*innen und Künstler, denen sie besonders verbunden sind, direkt für ein Projektstipendium ohne Jurierung empfehlen; in diesen Fällen kofinanziert das Land die Hälfte des Stipendiums bis zur Höhe der ansonsten zur Verfügung stehenden Beträge bis zu 5.000 Euro für Einzelkünstler*innen sowie bis zu 18.000 Euro für freie Gruppen, Kulturvereine und -unternehmen.

Das Antragsportal der Hessischen Kulturstiftung und die E-Mail-Adresse des beauftragten Dienstleisters stehen nur in diesem Zeitfenster zur Verfügung.

Anträge von Einzelkünstler*innen

Alle wichtigen Informationen zur Antragsstellung und die Erreichbarkeit zur telefonischen Beratung finden Sie auf der Webadresse der Hessischen Kulturstiftung.

Wenn Sie keine Drittmittel einwerben werden, nutzen Sie bitte dieses Antragsportal (Freischaltung ab Donnerstag, 13. August 2020)

Wenn Sie Drittmittel einwerben werden, nutzen Sie bitte dieses Antragsportal: (Freischaltung ab Donnerstag, 13. August 2020)

Anträge von freien Gruppen, Kulturvereinen und –unternehmen

Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) und die Förderrichtlinien finden Sie am Ende dieser Seite unter "Downloads". Die Antragsunterlagen werden rechtzeitig veröffentlicht. Sie gelten gleichermaßen für Anträge ohne oder mit eingeworbenen Drittmitteln über eine Hessische Kulturinstitution als Partnerin.

Bitte schicken Sie das ausgefüllte und unterschriebene Formular mit notwendigen Anlagen an folgende E-Mail-Adresse: (Freischaltung ab Donnerstag, 13. August 2020)

Für eine telefonische Beratung wenden Sie sich bitte an folgende Telefonnummer: 069 95855677.

Weitere Informationen zur dritten Phase
 

Die Bestandteile von „Hessen kulturell neu eröffnen“:

Erste Phase: sofort helfen. Zusätzlich zu den bereits bekannten Soforthilfen adressiert Hessen die drängenden Probleme der Kulturfestivals, die als Großveranstaltung aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt oder in den digitalen Raum verlagert werden müssen. Sofern sie dadurch in Liquiditätsschwierigkeiten geraten, erhalten sie finanzielle Unterstützung, auch zusätzlich zu einer gegebenenfalls bereits vorhandenen Landesförderung. Die maximale Höhe richtet sich nach der Zahl der verkauften Eintrittskarten im Schnitt der vergangenen drei Jahre: 2,50 Euro pro Ticket bei öffentlich getragenen Festivals, 5 Euro pro Ticket bei von gemeinnützigen Vereinen oder privaten Institutionen getragenen. Der Betrag ist auf 500.000 Euro gedeckelt. Anträge können ab dem 1. Juni und bis zum 30. November beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst gestellt werden. Diese Hilfe speziell für Festivals ergänzt die vorhandenen Möglichkeiten, Unterstützung aus dem Hilfsprogramm für kleine Unternehmen zu erhalten, das den Veranstaltern ebenfalls offen steht.

Zweite Phase: Übergang meistern. Hessen unterstützt freie Künstlerinnen und Künstler mit Arbeitsstipendien von je 2.000 Euro. Das soll ihnen ermöglichen, neue Projekte für den allmählichen Übergang aus der Pandemie-Zeit zu erarbeiten. Es steht allen in Hessen lebenden und in der Künstlersozialkasse versicherten Kulturschaffenden offen; vergeben werden die Stipendien durch die Hessische Kulturstiftung. Die Künstlerinnen und Künstler erhalten die Möglichkeit, besondere Ergebnisse in einem digitalen Schaufenster zu präsentieren – eine zusätzliche Möglichkeit, ihre Werke trotz Pandemie einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Das Stipendium kann mittels eines einfachen Antrags mit einer kurzen Projektskizze beantragt werden; es wird nicht als Einkommen auf etwaige Grundsicherungsleistungen angerechnet. Anträge können vom 1. Juni an bei der Kulturstiftung gestellt werden.

Dritte Phase: innovativ neu eröffnen. Die Neueröffnung stellt Kultureinrichtungen und Spielstätten sowie Künstlerinnen und Künstler vor große Herausforderungen. Besonders anfangs wird es noch Einschränkungen bei den Besucherzahlen sowie Abstandsregeln und andere Auflagen geben müssen. Ungewohnte Veranstaltungsformen, kreative bauliche Veränderungen oder neue Formen der Publikumsansprache sind die nötige Antwort. „Viele dieser Innovationen werden über die Pandemie-Notlage hinaus einen künstlerischen Wert haben“, so Dorn. „Wir wollen Kulturorte, Gruppen und Künstlerinnen und Künstler dabei unterstützen, solche Brücken in die Zeit nach der Pandemie zu bauen.“

Fonds „innovativ neu eröffnen“ für Kultureinrichtungen und Spielstätten: Der Fonds soll Kultureinrichtungen mit regelmäßigem Veranstaltungsbetrieb den Übergang in die vollständige Neueröffnung erleichtern. Kinos, Konzertsäle und Musik-Locations, Soziokulturelle Zentren, Freie Bühnen, Literaturhäuser und andere kulturelle Spielstätten können etwa für die Entwicklung neuer Formate, bauliche Anpassungen oder auch die Öffentlichkeitsarbeit Unterstützung mit einem Pauschalbetrag von je 18.000 Euro erhalten. 500 Fonds-Pakete werden vergeben. Eine Kombination mit anderen Hilfen soll möglich sein, etwa den angekündigten Programmen des Bundes. Hessen wird sich auf Bundesebene für eine entsprechend flexible Ausgestaltung der dortigen Maßnahmen einsetzen. Voraussichtlich ab 1. August werden Anträge beim HMWK möglich sein.

Projektstipendien für freie Gruppen und Einzelkünstlerinnen und -künstler: In der Zeit der Pandemie sind viele neuartige Ansätze für Kulturveranstaltungen und künstlerische Formate für Vermittlung und Pädagogik und die technische Präsentation entstanden. Das Stipendium ermöglicht die Realisierung, Dokumentation und Publikation dieser Ansätze. Es stehen Mittel für 250 Gruppen in Höhe von je 18.000 Euro sowie für 1.000 Künstlerinnen und Künstler in Höhe von je 5.000 Euro bereit. Er wird über die Hessische Kulturstiftung abgewickelt. Eine Fachjury beurteilt die Einreichungen. Zusätzlich setzen wir auf die Expertise hessischer Kulturinstitutionen und die Verstärkungsmöglichkeit der Stipendien durch private Mittel. Wenn diese über eigene Mäzene und Sponsoren zusätzliches Geld einwerben, können sie Künstlerinnen und Künstler, denen sie besonders verbunden sind, direkt für Stipendien empfehlen; in diesen Fällen kofinanziert das Land die Hälfte des Stipendiums bis zur Höhe der ansonsten zur Verfügung stehenden Beträge.

„Künstlerinnen und Künstler, die in der zweiten Phase ein Arbeitsstipendium erhalten haben, können mit ihren dort erarbeiteten Konzepten im Rahmen der dritten Phase Mittel für die Realisierung beantragen“, erläutert Ministerin Dorn. „Damit eröffnen wir die Möglichkeit für eine nachhaltige Förderung einmal entwickelter künstlerischer Ansätze.“

Links: 

Informationen zu Antragsmöglichkeiten und Förderrichtlinien

 

Bild: © Unsplash/Yiran Fu

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