Bildende Kunst /Kunstmarkt

Quelle: dOCUMENTA 13

Der Kunstmarkt, zu dem neben Künstlern auch Museen, Galerien und das Versteigerungsgewerbe zählen, erzielte im Jahr 2013 in Hessen mit ca. 1.000 Unternehmen gut 150 Millionen Euro Umsatz. Rund 300 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und knapp 230 geringfügig Beschäftigte und knapp 4.100 freiberufliche Künstler waren 2014 in diesem Teilmarkt tätig.

Hessen ist ausgesprochen reich an Museen: Die beiden herausragenden Museumsstandorte in Hessen sind Frankfurt und Kassel. Frankfurt zeichnet sich durch sein Museumsufer mit Häusern von nationaler und internationaler Bedeutung aus. Zu den bekanntesten Museen in Frankfurt gehören Einrichtungen wie die Schirn, das Städel Museum, das Museum für Moderne Kunst, das Filmmuseum, das Senckenbergmuseum, das Architekturmuseum, das Museum der Weltkulturen oder das Jüdische Museum. Zu den jüngsten Frankfurter Museen, die einen hohen Bekanntheitsgrad haben, gehört das Caricatura–Museum für komische Kunst.

In der weitläufigen Museumslandschaft Hessen Kassel ist der jahrhundertealte, landgräfliche und kurfürstliche Kernbestand in seiner Vielfalt bis heute geschlossen erhalten. Museen mit überregionaler oder nationaler Bedeutung sind die Staatlichen Kunstsammlungen Kassel mit der Gemäldegalerie Alte Meister, die Neue Galerie und das Landesmuseum sowie das Technik-Museum. In Kassel findet darüber hinaus alle fünf Jahre die documenta, eine der bekanntesten internationalen Ausstellungen für Gegenwartskunst, statt.

Wiesbaden und Darmstadt sind ebenfalls Sitz von Landesmuseen. Von überregionaler Bedeutung sind das Klingspor Museum für internationale Buch- und Schriftkunst und das Deutsche Ledermuseum in Offenbach. Einmal jährlich findet in den Museumsstädten ein besonderes kulturelles Ereignis statt: die Nacht der Museen, an der sich auch zahlreiche private Galerien beteiligen.

In der bildenden Kunst waren es im vergangenen Jahrhundert vor allem Künstlerkolonien und deren Mitglieder, die Hessen bekannt machten, wie die Darmstädter Künstlerkolonie rund um die Mathildenhöhe mit Künstlern wie Josef Maria Olbrich, Peter Behrens oder Bernhard Hoetger, die Künstlerkolonie in Willingshausen in der Schwalm mit Carl Bantzer, Hans Richard von Volkmann oder Otto Ubbelohde, die Künstlerkolonie in Kleinsassen in der Rhön sowie die Kronberger Malerkolonie mit Anton Burger und Fritz Wucherer.

Der international bekannte Maler Max Beckmann hat 18 Jahre, von 1915 bis 1933, in Frankfurt gelebt. Über Hessen hinaus bekannte zeitgenössische bildende Künstler sind Rebecca Horn, Ottmar Hörl und Tobias Rehberger. Der Maler, Grafiker und Video-Künstler Thomas Bayrle lebt und arbeitet in Frankfurt.

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