Datenreport 2016 – Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen

Der diesjährige Datenreport zur Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen präsentiert die gegenwärtigen Wirtschaftskennzahlen der elf Teilmärkte: Software und Games, Werbung, Presse, Design, Architektur, Film, Buch, Musik, Theater und Tanz, Rundfunk und Kunst. Insgesamt setzt sich der positive wirtschaftliche Trend der vergangenen Jahre fort. In Hessen befinden sich derzeit mehr als 20.000 Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft. Im Jahr 2014 erzielte der Wirtschaftszweig einen Umsatz von rund 11,7 Milliarden Euro.

Größter Zuwachs im Bereich der Software- und Games-Industrie

Der Aufwärtstrend der Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen ist insbesondere auf die Software- und Games-Industrie zurückzuführen, welche 2014 mit 3,2 Milliarden Euro den umsatzstärksten Teilmarkt darstellte. Aufgrund seines dichten Netzwerks an Software- und IT-Service-Unternehmen gehört die Region FrankfurtRheinMain zu den wichtigsten deutschen Softwarestandorten. Dies zeigt sich u.a. an den Arbeitnehmerzahlen in der Region.

Aufgrund des Aufstiegs der Software- und Games-Industrie zum umsatzstärksten Teilmarkt lag der Werbemarkt 2014 auf Platz zwei mit einem Umsatz von 2,8 Milliarden Euro. Der Pressemarkt stand im Ranking der Teilmärkte in Hessen mit rund 2 Milliarden Euro Umsatz an dritter, die Designwirtschaft mit 1,8 Milliarden Euro an vierter Stelle. Diese Branchen, welche maßgeblich von der Digitalisierung geprägt sind, erwirtschaften den größten Anteil des Gesamtumsatzes der hessischen Kultur- und Kreativwirtschaft.

Aktuelle Beschäftigungszahlen der Branche

2015 waren in Hessen mindestens 116.900 Kultur- und Kreativschaffende erwerbswirtschaftlich tätig. Hierunter fallen neben 70.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten 11.900 freiberufliche Künstler und Publizisten, 20.000 Unternehmensinhaber sowie 15.000 geringfügig entlohnte Beschäftigte. Allein in der Metropolregion FrankfurtRheinMain nahm die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Personen um 1.300 gegenüber dem Vorjahr zu. Die meisten Mitarbeiter der Kultur- und Kreativbranche sind in Frankfurt am Main (26.400 Personen) tätig, gefolgt von den kreisfreien Städten Darmstadt (7.700) und Wiesbaden (5.300). Unter den Landkreisen liegt der Main-Taunus-Kreis mit 3.700 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten vor dem Hochtaunuskreis (2.800) und dem Kreis Offenbach (2.700).

Der Bericht wurde im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (HMWEVL) von der HA Hessen Agentur GmbH erstellt.

 

 

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